Die Cochenille ist ein Parasit, der Zier- und Zimmerpflanzen befällt und sich vom Saft der Blätter und Stängel ernährt. Ein Befall mit Cochenille-Schildläusen führt langfristig zur Schwächung der Pflanze und schließlich zu ihrem Absterben. Bei steigenden Temperaturen, beispielsweise im Sommer, entwickelt sich der Befall sehr schnell, während sich die Ausbreitung in den kälteren Wintermonaten verlangsamt.
Die Cochenille ist ein sehr häufiges pflanzenfressendes Insekt, das aufgrund seiner parasitären Natur jedoch schwer zu bekämpfen ist. Sie tritt in vielen Formen und Erscheinungsformen auf. Mit Ausnahme der jungen, beweglichen Stadien haftet sie an schwer zugänglichen Pflanzenteilen. Sie ist mit Wachs- oder Lackausscheidungen bedeckt oder von einem Follikel, dem sogenannten Scheck, in verschiedenen Formen geschützt. Dieser schützt sie vor äußeren Einflüssen. Die Cochenille kann Honigtau ausscheiden, eine zuckerhaltige Substanz, die andere Insekten, häufig Ameisen, anlockt. Daher kommt es vor, dass beide Arten gleichzeitig auftreten. Die Emissionen und der Schutzschild helfen den Cochenille-Schildläusen, sich vor Fressfeinden und in unserem Fall auch vor Behandlungsmethoden zu verbergen und zu schützen. Daher müssen wir Techniken anwenden oder Produkte verwenden, die es uns ermöglichen, die Schildläuse zu erreichen und ihre natürlichen Barrieren zu überwinden. Es ist also nicht nur das verwendete Produkt, sondern auch die Art der Behandlung wichtig.
Mittel gegen Cochenille
Marseille-Seife gegen Cochenille
10 g Marseiller Seife und 5 g Sonnenblumenöl gut vermischen, bis eine Emulsion entsteht. Diese Emulsion in einem Liter heißem Wasser verdünnen und die Mischung vorsichtig auf die befallene Pflanze sprühen. Dabei sollte darauf geachtet werden, die gesamte befallene Stelle zu erreichen. Eine Behandlung nur eines kleinen Bereichs führt dazu, dass das Problem bald wieder auftritt. Alternativ kann die betroffene Stelle alle drei Tage dreimal abends direkt besprüht werden, um die Cochenille-Schildläuse zu bekämpfen. Die Wirkung beruht auf Erstickung, da die natürliche Atmung der Insekten beeinträchtigt wird.
Neemöl gegen Cochenille
Es handelt sich um ein natürliches Öl, das aus der Azadirachta indica-Pflanze gewonnen wird.
Früher wurde es bereits zur Bekämpfung von Parasiten und Krankheiten eingesetzt. In Indien wurde aus dieser Pflanze ein wichtiges Insektizid aus der Azadirachtin-Klasse extrahiert und synthetisiert. Es wirkt als Abwehrmittel gegen Parasiten und hemmt deren Wachstum.
Alkohol gegen Cochenille
Alkohol ist eines der am häufigsten verwendeten, einfachsten und wirksamsten Mittel zur Bekämpfung von Woll- und Schildläusen: Einfach mit Wasser verdünnen und auf die Blätter sprühen. Alternativ kann man den Alkohol auch direkt mit einem getränkten Wattebausch auf die Blätter auftragen. Anschließend die behandelten Pflanzenteile gründlich mit Wasser abspülen, um Alkoholreste zu entfernen.
Mineralöle gegen Cochenille
Ein hervorragendes Mittel zur Bekämpfung von Cochenille-Schildläusen ist die Anwendung von weißem Mineralöl, das die Läuse durch Ersticken tötet. Nach dem Besprühen der befallenen Pflanzen bildet dieses Produkt einen Film, der die Schildläuse bedeckt und so zu deren Erstickungstod führt. Mineralöle werden seit Langem erfolgreich zur Bekämpfung von Schildläusen eingesetzt. Es handelt sich um Mineralöle, die wasserlöslich sind und eine erstickende Wirkung auf die Schildläuse ausüben. Da diese sich kaum oder gar nicht bewegen, können sie sich nicht von der Schutzschicht befreien, die ihnen die Atmung erschwert und zum Tod durch Ersticken führt. Im professionellen Bereich werden die Öle „aktiviert“, d. h. mit einem Insektizid kombiniert, um eine Doppelwirkung – Vergiftung und Erstickung – zu erzielen.
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